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„Deutscher Lehrkräftepreis – Unterricht innovativ“ 2021: Dritter Preis in der Kategorie „Unterricht innovativ“ für Simone Bast und Ruth Wallerath von der BBS Gestaltung und Technik Trier

Insgesamt gingen 19 Auszeichnungen an Lehrkräfte und Teams sowie Schulleitungen aus zehn Bundesländern / Elf Lehrkräfte aus Baden-Württemberg, Bayern (2), Brandenburg, Bremen, Hessen (2), Nordrhein-Westfalen (3) und Sachsen auf Initiative ihrer Schülerinnen und Schüler geehrt / Vier Lehrkräfte-Teams aus Berlin, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein überzeugten mit innovativen Unterrichtsprojekten / Vier Schulleitungen aus Baden-Württemberg, Berlin (2) und Nordrhein-Westfalen von ihren Kollegien nominiert Neue Runde des Wettbewerbs startet am 22. März, Bewerbungen über www.lehrkraeftepreis.de // Über 5.200 Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler beteiligten sich am Wettbewerb, der von der Heraeus Bildungsstiftung und dem Deutschen Philologenverband durchgeführt wird // Förderpartner der Wettbewerbsrunde 2021 sind der Cornelsen Verlag, die DZ BANK AG, die ZEIT Verlagsgruppe und „ZEIT für die Schule“

Berlin/Hanau, 21. März 2022 – Im Rahmen der digitalen Preisverleihung zum bundesweiten Wett­bewerb „Deutscher Lehrkräftepreis – Unterricht innovativ“ erhielten Simone Bast und Ruth Wallerath von der BBS Gestaltung und Technik Trier für ihr Projekt „Autofahren: Mensch vs. Maschine“ den dritten Preis in der Kategorie „Unterricht innovativ“. Das Projekt beschäftigte sich mit der Frage, wie autonomes Fahren in der Zukunft gelingen kann. Hierzu entwickelten die Schülerinnen und Schüler ein Verständnis für die neurologischen Prozesse im menschlichen Nervensystem, die beim Lernen des Autofahrens eine Rolle spielen. Zudem erarbeiten sie die mathematisch-technischen Grundlagen, die autonomes Fahren ermöglichen. Hierzu gehören Techniken der Bilderkennung und -verarbeitung sowie die Konstruktion und das Training neuro­naler Netze. Das interdisziplinäre Projekt legte die Basis für das Verständnis weiterer zukunfts­weisender technischer Innovationen vor dem Hintergrund der künstlichen Intelligenz.

Durch Innovationen wie künstliche Intelligenz, Digitalisierung, Industrie 4.0, Data Science, neuronale Netze, autonomes Fahren oder Big Data wird sich die Lebens- und Berufswirklichkeit der Gesellschaft und insbesondere der Lernenden in den kommenden Jahren enorm verändern. Simone Bast und Ruth Wallerath wollten diese Entwicklung ins Klassenzimmer bringen und dabei möglichst nah an den Interessen der Schülerinnen und Schüler bleiben. Die Komplexität des Themas wurde auf mehreren Ebenen fächerübergreifend aufgegriffen z. B. in der Biologie, wo für das autonome Fahren die Wahrnehmung optischer Reize und deren selektive Verarbeitung in unterschiedlichen Hirnregionen eine entscheidende Rolle spielt. Im Mathematik-Unterricht wurde die Darstellung und Manipulation von Bildern sowie die Grundlagen der Bildverarbeitung und Bildspeicherung betrachtet und Situationen im Straßenverkehr in Form von Pixelbildern verein­facht dargestellt. Die Lernenden erarbeiteten sich die Grundlagen der Bilderkennung, die für das autonome Fahren elementare Voraussetzung sind.

Zitiert aus den Gutachten: „Das Projekt weist ein hohes Maß an Schülerorientierung und Praxis­bezug auf und lässt sich sehr gut auf neue Situationen übertragen. Es regt darüber hinaus zum kritischen Hinterfragen an. … Hier wurde künstliche Intelligenz an einer Berufsschule gut einge­führt und schülerorientiert umgesetzt, die Auseinandersetzung mit der Lernfortschrittsdiagnose (Learning App) überzeugt.“

„Ich freue mich sehr, dass zwei rheinland-pfälzische Lehrkräfte für ihr interessantes, fächerüber­greifendes Konzept den Deutschen Lehrkräftepreis gewonnen haben. Es erfüllt mich mit Stolz, dass eine so aktuelle Thematik wie Künstliche Intelligenz, die das Potenzial birgt, die Welt zu verändern, fächerübergreifend mit den Schülerinnen und Schülern umgesetzt wurde. Sie können in doppelter Hinsicht stolz auf sich sein: Ihr herausragendes Unterrichtskonzept setzte sich gegen zahlreiche andere Projekte aus ganz Deutschland durch – und ich bin mir sicher, dass dort viele das Potenzial zum Gewinnen gehabt hätten. Trotzdem konnte ihr Konzept die Jury überzeugen. Außerdem haben sie zahlreiche positive Rückmeldungen der Schülerinnen und Schüler erhalten, welche verdeutlichen, wie außergewöhnlich, lehrreich und interessant ein solches Projekt mit viel Gestaltungsfreiraum für die Jugendlichen war“, gratuliert Dr. Stefanie Hubig, Ministerin für Bildung des Landes Rheinland-Pfalz, den beiden Lehrerinnen.

Der „Deutsche Lehrkräftepreis – Unterricht innovativ“ wird in drei Kategorien vergeben: Für „Ausgezeichnete Lehrkräfte“ schlagen Schülerinnen und Schüler ihre Lehrkräfte vor, bei „Unter­richt innovativ“ bewerben sich Lehrkräfte-Teams mit ihren Projekten und für „Vorbildliche Schul­leitung“ können Kollegien ihre Schulleitungen nominieren.

In der Wettbewerbsrunde 2021 erhielten elf Lehrkräfte, vier Schulleitungen und vier Lehrkräfte-Teams aus insgesamt zehn Bundesländern den „Deutschen Lehrkräftepreis – Unterricht inno­vativ“. Die Auszeichnungen verteilen sich wie folgt: Fünf Preise gingen nach Nordrhein-Westfalen (Dorsten, Dortmund, Essen, Finnentrop, Solingen), drei nach Berlin, je zwei nach Baden-Württemberg (Karlsruhe, Leimen), Bayern (Erding, Erlangen) und Hessen (Frankfurt, Langen). Jeweils eine Auszeichnung vergab die Jury nach Brandenburg (Potsdam), Bremen, Rheinland-Pfalz (Trier), Sachsen (Auerbach/Vogtland) und Schleswig-Holstein (Kiel).

Die Träger des Wettbewerbs wollen mit der Auszeichnung die Leistungen von Lehrkräften und Schulleitungen würdigen und in den Vordergrund der öffentlichen Wahrnehmung rücken. Förderpartner der Wettbewerbsrunde 2021 sind der Cornelsen Verlag, die DZ BANK AG, die ZEIT Verlagsgruppe und „ZEIT für die Schule“.

Der hochrangig besetzten Wettbewerbs-Jury unter Leitung von Prof. Dr. David-S. Di Fuccia gehörten an: André Bürkle, Mitglied der Schulleitung und Lehrer an der Georg-Büchner-Schule im Main-Kinzig-Kreis; Britta Ernst, Ministerin für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg; Janis Fifka, Mitglied des Vorstands des European Youth Parliament und der Schwarz­kopf-Stiftung Junges Europa; Prof. Dr. Kathrin Fussangel, Professorin für Empirische Schul­forschung an der Bergischen Universität Wuppertal, Institut für Bildungsforschung (IfB); Winfried Gosmann, Schulamtsdezernent a.D. in Nordrhein-Westfalen; Peter Haase, Schulleiter a.D. in Bremen; Prof. Dr. Roland Kaehlbrandt, Vorstandsvorsitzender Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt / Main; Prof. Dr. Dr. h.c. Eckard Klieme, Vorstand DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation Frankfurt/Main; Josephine Reichstein, Schüler­vertreterin des Martin-Luther-Gymnasiums Eisenach; Martin Spiewak, Mitglied der Redaktion Wissen der Wochenzeitung DIE ZEIT; Frank Thalhofer, Mitglied der Geschäftsführung Cornelsen Verlag. Die Träger des Wettbewerbs repräsentieren Dr. h.c. Beate Heraeus, Vorsitzende der Heraeus Bildungsstiftung Deutschland, und Prof. Dr. Susanne Lin-Klitzing, Bundesvorsitzende des Deutschen Philologenverbandes.

Hinweis für die Redaktionen: Ausführliche Informationen und druckfähige Fotos der Preis­trägerinnen und Preisträger stehen zum kostenfreien Download in der digitalen Pressemappe auf https://lehrkraeftepreis.de/preistraegerinnen/ zur Verfügung.

Für Rückfragen:

Deutscher Philologenverband, Sarah Böke, Tel. 0179/ 42 49 358, E-Mail: presse@lehrkraeftepreis.de

Heraeus Bildungsstiftung, Valeska Falkenstein: Tel. 0176 / 17 84 29 57, E-Mail: presse@lehrkraeftepreis.de

 

Die Initiative

Der „Deutsche Lehrkräftepreis – Unterricht innovativ“ geht auf eine gemeinsame Initiative des Deutschen Philo­logenverbands (DPhV) und der Vodafone Stiftung Deutschland aus dem Jahr 2008 zurück. Im Wettbewerb „Deutscher Lehrkräftepreis – Unterricht innovativ“ wurden die beiden Konzepte „Unterricht innovativ“, durchgeführt von 2003 bis 2008 vom Deutschen Philologenverband, dem Bundesverband der Deutschen Industrie und der Stiftung Industrieforschung, und „Pisagoras – Deutscher Lehrkräftepreis“ miteinander verknüpft. Initiatorin von „Pisagoras“ war Prof. Susanne Porsche. Seit 2020 sind die Heraeus Bildungsstiftung und der Deutsche Philologen­verband gemeinsam Träger des Wettbewerbs. Im Februar 2022 wurde der „Deutsche Lehrkräftepreis – Unterricht innovativ“ in „Deutscher Lehrkräftepreis – Unterricht innovativ“ umbenannt.

Die Heraeus Bildungsstiftung ist eine gemeinnützige Stiftung des bürgerlichen Rechts mit Sitz in Hanau. Sie setzt sich seit über 55 Jahren für Bildungsthemen ein und konzentriert sich seit mehr als 20 Jahren auf Führungs- und Strategiefragen sowie Personal- und Organisationsentwicklung in Schulen. Die Stiftung vermittelt Schulleitungen und Lehrkräften Kompetenzen in Management-, Kommunikations- und Führungsfragen. Mit ihren bundesweiten Veranstaltungen unterstützt sie jährlich über 3.500 Schulleiter und Schulleiterinnen und Lehrkräfte in ihrer Arbeit. Seit 2017 wird sie vom Hessischen Kultusministerium mit der Qualifizierung für Schulleiter und Schulleiterinnen in Hessen (QSH) beauftragt, andere Bundesländer schlossen sich dem inzwischen an. Daneben fördert die Heraeus Bildungsstiftung mit interdisziplinären Dialog-Veranstaltungen den Gedankenaustausch zwischen Schule, Wissen­schaft, Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft und greift dabei aktuelle, bildungsrelevante Themen auf. Mehr Infos unter www.heraeus-bildungsstiftung.de.

Der Deutsche Philologenverband (DPhV) ist die Dachorganisation der Philologenverbände der Bundesländer. Die Mitglieder sind Lehrkräfte an Gymnasien und anderen Bildungseinrichtungen, die zum Abitur führen, sowie Lehr­beauftragte an den Hochschulen, vornehmlich in der Lehrerbildung. Der Verband wurde 1903 in Halle gegründet und organisiert zurzeit 90.000 Einzelmitglieder in 15 Landesverbänden. Er unterstützt die Zusammenarbeit mit Lehrerverbänden im In- und Ausland und ist Mitglied im „dbb beamtenbund und tarifunion“ und im Deutschen Lehrerverband (DL). Verbandsziele sind die Mitarbeit an der Entwicklung des Bildungswesens auf der Grundlage einer sachgerechten Bildungspolitik, die Erhaltung des Gymnasiums als einheitliche Schulart und durchgängiger Bildungsgang in einem mehrgliedrigen Schulwesen in allen Bundesländern sowie die Förderung und Weiterentwick­lung des Gymnasiums und anderer Bildungseinrichtungen, die zum Abitur führen. Dabei ist es eine zentrale Aufgabe, die große Bedeutung gymnasialer Bildung für die hohe Qualität des deutschen Schul- und Bildungswesens auch in der Öffentlichkeit deutlich zu machen. www.dphv.de

Schirmherrin
Nachrichtenmoderatorin und Journalistin Gundula Gause

 

Valeska Falkenstein
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