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„Deutscher Lehrkräftepreis – Unterricht innovativ“ 2024 verliehen: Zweiter Preis in der Kategorie „Unterricht innovativ“ für Robert Koegler von der Oberschule Rauschwalde Görlitz

Insgesamt gingen 18 Auszeichnungen an Lehrkräfte und Teams sowie Schulleitungen aus sieben Bundesländern und einer Deutschen Auslandsschule: Baden-Württemberg (Iffezheim, Stuttgart), Bayern (Bayreuth, Schäftlarn, Schnaittach), Berlin (Marzahn-Hellersdorf, Tempelhof-Schöneberg, Wedding), Hessen (Frankfurt, Gelnhausen, Limburg, Wiesbaden), Nordrhein-Westfalen (Borken, Frechen, Ochtrup), Rheinland-Pfalz (Bad Neuenahr-Ahrweiler), Sachsen (Görlitz), Kalifornien/USA (Mountain View). Über 8.500 Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler beteiligten sich am Wettbewerb, der von der Heraeus Bildungsstiftung und dem Deutschen Philologenverband durchgeführt wird // Förderpartner der Wettbewerbsrunde 2024 waren der Cornelsen Verlag, die PwC-Stiftung und die Schöpflin Stiftung // Schirmherrin der Wettbewerbsrunde 2024 war Christine Streichert-Clivot, Ministerin für Bildung und Kultur des Saarlandes und Präsidentin der Kultusministerkonferenz 2024 // Neue Runde des Wettbewerbs bereits gestartet, Bewerbungen bis zum 30. Juni 2025 über www.lehrkraeftepreis.de

Berlin/Hanau, 31. März 2025 – Im Rahmen der festlichen Preisverleihung in Berlin zum bundesweiten Wettbewerb „Deutscher Lehrkräftepreis – Unterricht innovativ“, der von der Heraeus Bildungsstiftung und dem Deutschen Philologenverband getragen wird, wurde auch ein Preis nach Sachsen vergeben. Robert Koegler von der Oberschule Rauschwalde in Görlitz erhielt den zweiten Preis in der Kategorie „Unterricht innovativ“ für sein Projekt „Mediendozent (Ist das Kunst oder kann das KI?)“. 

Conrad Clemens, Staatsminister für Kultus des Freistaates Sachsen: „Der deutsche Lehrkräftepreis schafft einen würdigen Rahmen, um die hervorragende Arbeit unserer Lehrkräfte der Öffentlichkeit zu präsentieren. Unsere Lehrerinnen und Lehrer sind engagiert und mit viel Herzblut dabei, um ihre Schüler auf den Abschluss und das Leben vorzubereiten. Wie kreativ und innovativ die Projekte der Schulen sind und wie lebensnahes Lernen ganz praktisch von den Lehrkräften umgesetzt wird, zeigen die prämierten Projekte, die ins Scheinwerferlicht gehören. Dazu zählt besonders auch das Unterrichtsprojekt von Robert Koegler, Lehrer und Mediendozent an der Oberschule Rauschwalde in Görlitz. Ich gratuliere ihm ganz herzlich zu dem zweiten Preis für das Projekt ‚Ist das Kunst oder kann das KI?‘ Er hat diese Prämierung mehr als verdient. Während zum Teil noch darüber philosophiert wird, ob und wie KI im Unterricht eingesetzt werden kann, legt er mit viel Fachkompetenz und unseren Unterstützungssystemen einfach los. Die Schüler lernen in seinem Unterricht einen kritischen und praxisnahen Umgang mit KI-Technologien und das auf ganz kreative Weise. Ich hoffe, dieses Projekt macht Schule. Robert Koegler ist mit seinem Unterricht am Puls der Zeit und steckt mit seiner Leidenschaft die Schülerinnen und Schüler an. So wächst echte Lernfreude. Ich bin begeistert und danke Robert Koegler für seinen Einsatz. Er unterstreicht mit seiner Arbeit, wie cool unsere Oberschulen sind. Herzlichen Dank dafür!“ 

Das Unterrichtsprojekt „Mediendozent (Ist das Kunst oder kann das KI?)“ verfolgt einen innovativen und praxisnahen Ansatz zur Vermittlung von Kompetenzen im Bereich der KI. Die Schülerinnen und Schüler arbeiteten unter Leitung von Robert Koegler über mehrere Etappen an einem umfangreichen Projekt, das ihnen einen kritischen und praxisnahen Umgang mit KI-Technologien ermöglicht. Nach einer grundlegenden Einführung in KI-Tools wie Textgenerierung, Sprachsynthese und Bilderzeugung gestalteten Schülerinnen und Schüler virtuelle 360°-Rundgänge oder Videobeiträge, die verschiedene Aspekte der Künstlichen Intelligenz beleuchteten. Begleitet wurde das Projekt durch Praxisexperten aus der lokalen IT-Branche, die wertvolle Einblicke in den professionellen Umgang mit KI ermöglichten sowie Tipps zu Projektmanagement und Teamarbeit gaben. Die nachhaltige Vermittlung digitaler Kompetenzen bereitet gezielt auf eine von KI geprägte Zukunft vor und stärkt die Fähigkeit, sich in einer zunehmend digitalisierten Welt sicher und kompetent zu bewegen und die disruptiven Potenziale der KI verantwortungsvoll und ethisch reflektiert nutzen zu können. 

Zitiert aus den Gutachten:  

  • „Das Projekt […] ist ein bemerkenswert innovatives Beispiel für praxisnahe KI-Bildung im Unterricht. […] Besonders überzeugend ist die starke Verankerung des Projekts in den Rahmenvorgaben sowie die nachhaltige Ausrichtung auf die Förderung digitaler und sozialer Kompetenzen, die in der zunehmend digitalisierten Arbeitswelt von zentraler Bedeutung sind.“  
  • „[…] Außerdem ist die kritische sowie ethisch vertretbare Auseinandersetzung mit KI-Tools von höchster Relevanz für die künftigen Herausforderungen des digitalen Zeitalters. […] Durch die öffentliche Auszeichnung und Präsentation des Projekts kann dieses als Best-Practice-Beispiel dienen und andere Schulen zur Übernahme ähnlicher, innovativer Unterrichtskonzepte inspirieren.“

Der „Deutsche Lehrkräftepreis – Unterricht innovativ“ wurde in drei Kategorien vergeben: In der Kategorie „Ausgezeichnete Lehrkräfte“ nominieren Schülerinnen und Schüler des laufenden und vorherigen Abschlussjahres aus dem Sekundarbereich ihre besonders engagierten Lehrkräfte, die das verantwortungsvolle Miteinander fördern und deren soziale Kompetenz sie persönlich erlebt haben. Die Kategorie „Unterricht innovativ“ wendet sich an Lehrkräfte im Sekundarbereich an deutschen Schulen, die Unterrichtsmodelle für die Schule der Zukunft konzipieren und mit innovativen Unterrichtsideen arbeiten. In der Kategorie „Vorbildliche Schulleitung“ nominieren Kollegien aus allen Schulformen ihre Schulleitung oder auch Schulleitungsteams. Darüber hinaus werden zwei Sonderpreise vergeben: Der Sonderpreis „Umwelt und Nachhaltigkeit“, ausgelobt vom Cornelsen Verlag, und der Sonderpreis „Kulturelle Bildung“, ausgelobt von der PwC-Stiftung. Die Preisgelder in der Gesamthöhe von 60.000 Euro (inkl. Teilnahme an einem jährlichen Exzellenzcamp) sind zweckgebunden und sollen für Projekte im Unterricht verwendet werden. 

Die Auswahl der Bewerbungen erfolgte in einem zweistufigen Verfahren. Nach einer intensiven Begutachtungsphase durch Expertinnen und Experten aus Schule und dem Bildungsbereich entschied über die Preisträgerinnen und Preisträger aller Kategorien der Wettbewerbsrunde 2024 eine prominent besetzte Jury unter der Leitung von Prof. Dr. David-S. Di Fuccia (Universität Kassel): Thorsten Altenburg-Hack, Landesschulrat und Leiter des Amtes für Bildung der Schulbehörde Hamburg; Jürgen Böhm, Staatssekretär für Bildung des Landes Sachsen-Anhalt; Florence Brokowski-Shekete, Fachbereichsleiterin Sekundarstufe 1 am Staatlichen Schulamt Mannheim und Mitglied des Hochschulrates der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd; Florian Fabricius, ehem. Generalsekretär der Bundesschülerkonferenz, Prof. Dr. Kathrin Fussangel; Professorin für Empirische Schulforschung an der Bergischen Universität Wuppertal, Institut für Bildungsforschung (IfB); Christine Hauck, Geschäftsführerin Didaktik & Content des Cornelsen Verlags; Bettina Jorzik, Programmleiterin für Hochschullehre, Lehrkräftebildung und Diversität des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft e.V.; Prof. Dr. Roland Kaehlbrandt, Sachbuchautor, Sprachwissenschaftler, Honorarprofessor an der Alanus-Hochschule für Kunst und Gesellschaft; Amy Kirchhoff, Vorsitzende des LandesSchülerRates Sachsen; Prof. Dr. Dr. h.c. Eckhard Klieme, Research Fellow am DIPF, Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation Frankfurt/Main, Goethe Universität Frankfurt; Dr. Sven Mohr, Bundesvorsitzender des Bundesverbands der Lehrkräfte für Berufsbildung e.V. (BvLB) und Schulleiter des Regionalen Berufsbildungszentrums Flensburg; Kerstin Ines Müller, Schulleiterin des Gymnasiums Dresden-Pieschen und Vorstand der Vereinigung der Gymnasialdirektoren Sachsen e.V. (VGS); Andrej Priboschek, Gründer und Leiter der Agentur für Bildungsjournalismus, Herausgeber von News4teachers; Julia Röhrich, Programmleitung Lernen & Partizipation der Schöpflin Stiftung; Lutz Roschker, Vorstandsmitglied der PwC-Stiftung; Sylvia Ruppel, Leiterin des Staatlichen Schulamts Hanau a.D.; Martin Spiewak, Mitglied der Redaktion Wissen der Wochenzeitung DIE ZEIT. Darüber hinaus vertreten Martin Fugmann, Vorstand der Heraeus Bildungsstiftung, sowie Prof. Dr. Susanne Lin-Klitzing, Bundesvorsitzende des Deutschen Philologenverbandes, die Träger des Wettbewerbs. 

Die Träger des Wettbewerbs, die Heraeus Bildungsstiftung und der Deutsche Philologenverband, wollen mit der Auszeichnung die Leistungen von Lehrkräften, Lehrkräfte-Teams sowie Schulleitungen würdigen und in den Vordergrund der öffentlichen Wahrnehmung rücken. Die Schirmherrin der Wettbewerbsrunde 2024 war Christine Streichert-Clivot, Ministerin für Bildung und Kultur des Saarlandes und Präsidentin der Kultusministerkonferenz 2024; Förderpartner waren der Cornelsen Verlag, die PwC-Stiftung und die Schöpflin Stiftung. 

Hinweis für die Redaktionen: Ausführliche Informationen und druckfähige Fotos der Preisträgerinnen und Preisträger stehen zum kostenfreien Download in der digitalen Pressemappe auf https://lehrkraeftepreis.de/preistraegerinnen/ zur Verfügung. 

 

Für Rückfragen: 

Heraeus Bildungsstiftung, Thorsten Timmerarens, Tel. 0176/17842957 

Deutscher Philologenverband, Victoria Hildebrand, Tel. 0179/4249358 

E-Mail: presse@lehrkraeftepreis.de 

 

Der Deutsche Lehrkräftepreis – Unterricht innovativ wird seit 2020 von der Heraeus Bildungsstiftung und dem Deutschen Philologenverband (DPhV) gemeinsam getragen und durchgeführt. Der Preis geht auf eine Initiative des DPhV und der Vodafone Stiftung Deutschland aus dem Jahr 2008 zurück. Durch diese wurden der Preis „Unterricht innovativ“ (DPhV, Bundesverband der Deutschen Industrie und Stiftung Industrieforschung) mit dem Preis „Pisagoras – Deutscher Lehrerpreis“ (Initiatorin Prof. Susanne Porsche) zum Wettbewerb „Deutscher Lehrerpreis – Unterricht innovativ“ verknüpft. Dieser wurde im Februar 2022 in „Deutscher Lehrkräftepreis – Unterricht innovativ“ umbenannt. 

Die Heraeus Bildungsstiftung setzt sich für Schulen ein, die das Lernen und die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen in den Mittelpunkt stellen. Schulleitungen, Lehrkräfte und Schulaufsichten versteht sie als Agentinnen und Agenten des Wandels – Menschen, die mit Mut und Weitblick eine Schulkultur formen, die auf das Lernen in Selbstverantwortung, eine positive Feedback- und Fehlerkultur, Partizipation, Kollaboration und Kompetenzorientierung abzielt. Um diese Persönlichkeiten zu stärken, bietet ihnen die Heraeus Bildungsstiftung bedarfsorientierte Seminare, Workshops und Netzwerkveranstaltungen zu den Themen Persönlichkeitsentwicklung, Führung und Transformation an. Die Heraeus Bildungsstiftung fördert den Gedankenaustausch zwischen Schule, Wissenschaft, Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft. Gemeinsam mit anderen Stiftungen und Initiativen setzt sie Impulse und zeichnet herausragende Ideen und Menschen im Schulsystem aus. Seit 2020 ist sie Mitveranstalterin des Deutschen Lehrkräftepreises – Unterricht innovativ. 2025 feiert die Heraeus Bildungsstiftung ihr 60-jähriges Jubiläum. www.heraeus-bildungsstiftung.de

Der Deutsche Philologenverband (DPhV) ist die Dachorganisation der Philologenverbände der Bundesländer. Die Mitglieder sind Lehrkräfte an Gymnasien und anderen Bildungseinrichtungen, die zum Abitur führen, sowie Lehrbeauftragte an den Hochschulen, vornehmlich in der Lehrkräftebildung. Der Verband wurde 1903 in Halle gegründet und organisiert zurzeit 90.000 Einzelmitglieder in 15 Landesverbänden. Er unterstützt die Zusammenarbeit mit Lehrkräfteverbänden im In- und Ausland und ist Mitglied im dbb beamtenbund und tarifunion und im Deutschen Lehrerverband (DL). Verbandsziele sind die Mitarbeit an der Entwicklung des Bildungswesens auf der Grundlage einer sachgerechten Bildungspolitik, den Erhalt des Gymnasiums als einheitliche Schulart und durchgängiger Bildungsgang in einem mehrgliedrigen Schulwesen in allen Bundesländern sowie die Förderung und Weiterentwicklung des Gymnasiums und anderer Bildungseinrichtungen, die zum Abitur führen. Dabei ist es eine zentrale Aufgabe, die große Bedeutung gymnasialer Bildung für die hohe Qualität des deutschen Schul- und Bildungswesens auch in der Öffentlichkeit deutlich zu machen. www.dphv.de

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