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„Deutscher Lehrkräftepreis – Unterricht innovativ“ 2024 verliehen: Dritter Preis in der Kategorie „Unterricht innovativ“ an Martin Lentzen und Jenny Jungeblut von der German International School of Silicon Valley, Campus Mountain View / Kalifornien

Insgesamt gingen 18 Auszeichnungen an Lehrkräfte und Teams sowie Schulleitungen aus sieben Bundesländern und einer Deutschen Auslandsschule: Baden-Württemberg (Iffezheim, Stuttgart), Bayern (Bayreuth, Schäftlarn, Schnaittach), Berlin (Marzahn-Hellersdorf, Tempelhof-Schöneberg, Wedding), Hessen (Frankfurt, Gelnhausen, Limburg, Wiesbaden), Nordrhein-Westfalen (Borken, Frechen, Ochtrup), Rheinland-Pfalz (Bad Neuenahr-Ahrweiler), Sachsen (Görlitz), Kalifornien/USA (Mountain View). Über 8.500 Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler beteiligten sich am Wettbewerb, der von der Heraeus Bildungsstiftung und dem Deutschen Philologenverband durchgeführt wird // Förderpartner der Wettbewerbsrunde 2024 waren der Cornelsen Verlag, die PwC-Stiftung und die Schöpflin Stiftung // Schirmherrin der Wettbewerbsrunde 2024 war Christine Streichert-Clivot, Ministerin für Bildung und Kultur des Saarlandes und Präsidentin der Kultusministerkonferenz 2024 // Neue Runde des Wettbewerbs bereits gestartet, Bewerbungen bis zum 30. Juni 2025 über www.lehrkraeftepreis.de

Berlin/Hanau, 31. März 2025 – Im Rahmen der festlichen Preisverleihung in Berlin zum bundesweiten Wettbewerb „Deutscher Lehrkräftepreis – Unterricht innovativ“, der von der Heraeus Bildungsstiftung und dem Deutschen Philologenverband getragen wird, wurden auch Preisträgerinnen und Preisträger einer Deutschen Auslandsschule geehrt. 

In der Kategorie „Unterricht innovativ“ ging der dritte Preis an das Team Martin Lentzen und Jenny Jungeblut von der German International School of Silicon Valley, Campus Mountain View / Kalifornien für ihr Projekt „Startup-Schmiede: Schüler lösen Probleme mit KI“. 

Heike Toledo, Leiterin der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) beim Bundesamt für Auswärtige Angelegenheiten: „Die ‚Startup-Schmiede: Schüler lösen Probleme mit KI‘ an unserer Deutschen Auslandsschule zeigt den innovativen Umgang mit KI zur Lösung von Problemen und stellt mit der Überprüfung der KI-Ergebnisse anhand der Ethik-Prinzipien den Menschen weiterhin in den Mittelpunkt. Die Schüler werden von Autoren zu kritischen Lektoren. Diese Beurteilung der KI fördert das kritische Denken – das Markenzeichen von Bildung Made in Germany – und ein Bewusstsein für die Verantwortung im Umgang mit Technologie.“ 

In diesem Projekt lernen Schülerinnen und Schüler mit, durch und über KI. Es richtet sich an zehnte Klassen und kombiniert die Fächer Wirtschaft, Informatik und Ethik. Ziel ist es, in interdisziplinären Teams Lösungen für selbstgewählte Probleme mit Hilfe von KI zu entwickeln. Der Lernansatz basiert auf „Deeper Learning“ und „Design Thinking“, wodurch nicht nur theoretische Kenntnisse erworben, sondern auch praxisnahe Erfahrungen gesammelt werden. Das Besondere an der „Startup-Schmiede“ ist die interdisziplinäre Verbindung von Wirtschaft, Informatik und Ethik. Die Schülerinnen und Schüler entwickeln nicht nur KI-gestützte Lösungen, sondern setzen sich auch mit wirtschaftlichen und ethischen Aspekten rund um KI auseinander. Der praxisnahe Ansatz ermöglicht es ihnen, wie echte Gründerteams zu arbeiten, Design Thinking zu nutzen, unternehmerisches Denken zu erproben und ihre Projekte eigenverantwortlich voranzutreiben, um schließlich Lösungen zu entwickeln, die auch außerhalb des Unterrichts relevant sein können. Diese Autonomie steigert die intrinsische Motivation und führt dazu, dass viele Schülerinnen und Schüler weit über die Unterrichtszeit hinaus an ihren Projekten arbeiten. Die abschließende Präsentation vor einer Jury aus Unternehmern und Experten verleiht dem Projekt eine hohe Praxisrelevanz und öffentliche Sichtbarkeit. So werden technologische Kompetenz, unternehmerisches Denken und kritische Reflexion in einer einzigartigen Lernumgebung kombiniert, was die Schülerinnen und Schüler optimal auf die Herausforderungen einer zunehmend KI-geprägten Welt vorbereitet. 

Zitiert aus den Gutachten:  

  • „Sehr beeindruckend! KI-Nutzung in der Schule! Verknüpfung von schulischen Inhalten mit Alltagsbezug in der Industrie/Wirtschaft/Forschung. Lebenswelt kommt in die Schule.“  
  • „Sehr viele Aspekte finde ich an diesem Projekt herausragend, zum Beispiel ist der sehr nachvollziehbare Planungsverlauf zu nennen, ebenso wird bezüglich der Innovation schlüssig auf die Verknüpfung von schulischer Bildung und Künstlicher Intelligenz Bezug genommen. Im Bereich der Nachhaltigkeit wird der Ansatz des ‚Deeper Learnings‘ eindrucksvoll aufgezeigt. […] Beim größten Gewinn wird nachvollziehbar auf die Autonomie als intrinsische Motivation seitens der Schülerschaft eingegangen. Insgesamt empfinde ich das Projekt als beeindruckend und innovativ.“

Der „Deutsche Lehrkräftepreis – Unterricht innovativ“ wurde in drei Kategorien vergeben: In der Kategorie „Ausgezeichnete Lehrkräfte“ nominieren Schülerinnen und Schüler des laufenden und vorherigen Abschlussjahres aus dem Sekundarbereich ihre besonders engagierten Lehrkräfte, die das verantwortungsvolle Miteinander fördern und deren soziale Kompetenz sie persönlich erlebt haben. Die Kategorie „Unterricht innovativ“ wendet sich an Lehrkräfte im Sekundarbereich an deutschen Schulen, die Unterrichtsmodelle für die Schule der Zukunft konzipieren und mit innovativen Unterrichtsideen arbeiten. In der Kategorie „Vorbildliche Schulleitung“ nominieren Kollegien aus allen Schulformen ihre Schulleitung oder auch Schulleitungsteams. Darüber hinaus werden zwei Sonderpreise vergeben: Der Sonderpreis „Umwelt und Nachhaltigkeit“, ausgelobt vom Cornelsen Verlag, und der Sonderpreis „Kulturelle Bildung“, ausgelobt von der PwC-Stiftung. Die Preisgelder in der Gesamthöhe von 60.000 Euro (inkl. Teilnahme an einem jährlichen Exzellenzcamp) sind zweckgebunden und sollen für Projekte im Unterricht verwendet werden. 

Die Auswahl der Bewerbungen erfolgte in einem zweistufigen Verfahren. Nach einer intensiven Begutachtungsphase durch Expertinnen und Experten aus Schule und dem Bildungsbereich entschied über die Preisträgerinnen und Preisträger aller Kategorien der Wettbewerbsrunde 2024 eine prominent besetzte Jury unter der Leitung von Prof. Dr. David-S. Di Fuccia (Universität Kassel): Thorsten Altenburg-Hack, Landesschulrat und Leiter des Amtes für Bildung der Schulbehörde Hamburg; Jürgen Böhm, Staatssekretär für Bildung des Landes Sachsen-Anhalt; Florence Brokowski-Shekete, Fachbereichsleiterin Sekundarstufe 1 am Staatlichen Schulamt Mannheim und Mitglied des Hochschulrates der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd; Florian Fabricius, ehem. Generalsekretär der Bundesschülerkonferenz, Prof. Dr. Kathrin Fussangel; Professorin für Empirische Schulforschung an der Bergischen Universität Wuppertal, Institut für Bildungsforschung (IfB); Christine Hauck, Geschäftsführerin Didaktik & Content des Cornelsen Verlags; Bettina Jorzik, Programmleiterin für Hochschullehre, Lehrkräftebildung und Diversität des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft e.V.; Prof. Dr. Roland Kaehlbrandt, Sachbuchautor, Sprachwissenschaftler, Honorarprofessor an der Alanus-Hochschule für Kunst und Gesellschaft; Amy Kirchhoff, Vorsitzende des LandesSchülerRates Sachsen; Prof. Dr. Dr. h.c. Eckhard Klieme, Research Fellow am DIPF, Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation Frankfurt/Main, Goethe Universität Frankfurt; Dr. Sven Mohr, Bundesvorsitzender des Bundesverbands der Lehrkräfte für Berufsbildung e.V. (BvLB) und Schulleiter des Regionalen Berufsbildungszentrums Flensburg; Kerstin Ines Müller, Schulleiterin des Gymnasiums Dresden-Pieschen und Vorstand der Vereinigung der Gymnasialdirektoren Sachsen e.V. (VGS); Andrej Priboschek, Gründer und Leiter der Agentur für Bildungsjournalismus, Herausgeber von News4teachers; Julia Röhrich, Programmleitung Lernen & Partizipation der Schöpflin Stiftung; Lutz Roschker, Vorstandsmitglied der PwC-Stiftung; Sylvia Ruppel, Leiterin des Staatlichen Schulamts Hanau a.D.; Martin Spiewak, Mitglied der Redaktion Wissen der Wochenzeitung DIE ZEIT. Darüber hinaus vertreten Martin Fugmann, Vorstand der Heraeus Bildungsstiftung, sowie Prof. Dr. Susanne Lin-Klitzing, Bundesvorsitzende des Deutschen Philologenverbandes, die Träger des Wettbewerbs. 

Die Träger des Wettbewerbs, die Heraeus Bildungsstiftung und der Deutsche Philologenverband, wollen mit der Auszeichnung die Leistungen von Lehrkräften, Lehrkräfte-Teams sowie Schulleitungen würdigen und in den Vordergrund der öffentlichen Wahrnehmung rücken. Die Schirmherrin der Wettbewerbsrunde 2024 war Christine Streichert-Clivot, Ministerin für Bildung und Kultur des Saarlandes und Präsidentin der Kultusministerkonferenz 2024; Förderpartner waren der Cornelsen Verlag, die PwC-Stiftung und die Schöpflin Stiftung. 

Hinweis für die Redaktionen: Ausführliche Informationen und druckfähige Fotos der Preisträgerinnen und Preisträger stehen zum kostenfreien Download in der digitalen Pressemappe auf https://lehrkraeftepreis.de/preistraegerinnen/ zur Verfügung. 

 

Für Rückfragen: 

Heraeus Bildungsstiftung, Thorsten Timmerarens, Tel. 0176/17842957 

Deutscher Philologenverband, Victoria Hildebrand, Tel. 0179/4249358 

E-Mail: presse@lehrkraeftepreis.de 

 

Der Deutsche Lehrkräftepreis – Unterricht innovativ wird seit 2020 von der Heraeus Bildungsstiftung und dem Deutschen Philologenverband (DPhV) gemeinsam getragen und durchgeführt. Der Preis geht auf eine Initiative des DPhV und der Vodafone Stiftung Deutschland aus dem Jahr 2008 zurück. Durch diese wurden der Preis „Unterricht innovativ“ (DPhV, Bundesverband der Deutschen Industrie und Stiftung Industrieforschung) mit dem Preis „Pisagoras – Deutscher Lehrerpreis“ (Initiatorin Prof. Susanne Porsche) zum Wettbewerb „Deutscher Lehrerpreis – Unterricht innovativ“ verknüpft. Dieser wurde im Februar 2022 in „Deutscher Lehrkräftepreis – Unterricht innovativ“ umbenannt. 

Die Heraeus Bildungsstiftung setzt sich für Schulen ein, die das Lernen und die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen in den Mittelpunkt stellen. Schulleitungen, Lehrkräfte und Schulaufsichten versteht sie als Agentinnen und Agenten des Wandels – Menschen, die mit Mut und Weitblick eine Schulkultur formen, die auf das Lernen in Selbstverantwortung, eine positive Feedback- und Fehlerkultur, Partizipation, Kollaboration und Kompetenzorientierung abzielt. Um diese Persönlichkeiten zu stärken, bietet ihnen die Heraeus Bildungsstiftung bedarfsorientierte Seminare, Workshops und Netzwerkveranstaltungen zu den Themen Persönlichkeitsentwicklung, Führung und Transformation an. Die Heraeus Bildungsstiftung fördert den Gedankenaustausch zwischen Schule, Wissenschaft, Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft. Gemeinsam mit anderen Stiftungen und Initiativen setzt sie Impulse und zeichnet herausragende Ideen und Menschen im Schulsystem aus. Seit 2020 ist sie Mitveranstalterin des Deutschen Lehrkräftepreises – Unterricht innovativ. 2025 feiert die Heraeus Bildungsstiftung ihr 60-jähriges Jubiläum. www.heraeus-bildungsstiftung.de

Der Deutsche Philologenverband (DPhV) ist die Dachorganisation der Philologenverbände der Bundesländer. Die Mitglieder sind Lehrkräfte an Gymnasien und anderen Bildungseinrichtungen, die zum Abitur führen, sowie Lehrbeauftragte an den Hochschulen, vornehmlich in der Lehrkräftebildung. Der Verband wurde 1903 in Halle gegründet und organisiert zurzeit 90.000 Einzelmitglieder in 15 Landesverbänden. Er unterstützt die Zusammenarbeit mit Lehrkräfteverbänden im In- und Ausland und ist Mitglied im dbb beamtenbund und tarifunion und im Deutschen Lehrerverband (DL). Verbandsziele sind die Mitarbeit an der Entwicklung des Bildungswesens auf der Grundlage einer sachgerechten Bildungspolitik, den Erhalt des Gymnasiums als einheitliche Schulart und durchgängiger Bildungsgang in einem mehrgliedrigen Schulwesen in allen Bundesländern sowie die Förderung und Weiterentwicklung des Gymnasiums und anderer Bildungseinrichtungen, die zum Abitur führen. Dabei ist es eine zentrale Aufgabe, die große Bedeutung gymnasialer Bildung für die hohe Qualität des deutschen Schul- und Bildungswesens auch in der Öffentlichkeit deutlich zu machen. www.dphv.de 

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